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Donnerstag, 14. März 2013

Beikost

Die Weltgesundgeitsorganisation empfiehlt bis zum 6. Monat vollzustillen bzw. fast gleichwertige Flaschennahrung zugeben. Nach neusten Studien ist eine Zufütterung also Beikost ab den 4. Monat, wenn auch das Baby beikostbereit ist möglich.

Vorab sei gesagt: es heißt BEIKost und nicht ANSTATTkost. Es ist nicht zwingend erforderlich, dass eine vollständige Mahlzeit ersetzt wird bevor eine weitere Beikostmahlzeit eingeführt wird. Hierzu ein interessanter Artikel "Eltern im Beikostwahn – und das Kind ist satt"


Babykostbereit?!




  • Es wirkt nach der Milchmahlzeit unzufrieden und wirkt unruhig 
  • Es wacht nachts wieder auf und verlangt nach einer Mahlzeit, nachdem es bereits durchgeschlafen hat 
  • Es zeigt Interesse an den Speisen, die Sie essen 
  • Wenn Sie zu früh anfangen, wird ihr Baby den Brei mit der Zunge den Brei herrausschieben. Dieser Reflex säubert den Mund von Fremdkörper und schütz es vor den ersticken. Zwischen 4 und 6 Monaten verschwindet dieser Reflex 
Wenn Sie vor dem 6ten Monat Beikost einführen, geben Sie keine glutenhaltige Getreidesorten 

Was sind Gluten?

Glutene sind Eiweißstoffe, die in Getreide enthalten sind. Die Glutene stehen im Verdacht, für Allergien wie Neurodermitis, Hautkrankheiten, Kopfschmerzen und sogar Authismus verantwortlich zu sein. Viele Kinder und auch Erwachsene leiden unter Zoeliakie, einer Glutenunverträglichkeit, bei der das Gluten den Darm angreift und diesen dauerhaft schädigen kann.

Zu diesen glutenhaltigen Getreidesorten gehören: Weizen, Dinkel und Grünkern, Emmer, Einkorn, Gerste, Hafer, Roggen, Kamut und Wildreis. 



Nicht gluten-haltige "Getreidesorten" sind:
Reis, Mais, Buchweizen, Hirse, Quinoa, Amaranth; normales Mehl wird daneben auch durch Soja-, Kastanien-, Johannisbrot- oder Tapiokamehl ersetzt. 





Gläschen oder selber kochen?

Selbstgemacht ist am Besten 
  • Wenn Sie Babykost selbst zubereiten, sind Sie sicher, dass Sie nur die besten Zutaten verwenden 
  • Kostengünstiger 
  • Ermöglicht einen abwechslungsreiche Kost 
  • Frischeren GeschmackIndustrielle Babykost schmeckt fade und ist eintönig
  • Industrielle Babykost enthält teils zu wenig Öl und auch Süßmacher
Ideal für erste Beikost

  • Karotten 
  • Pastinake 
  • Kartoffel 
  • Banane 
  • Fenchel
  • Brokkoli 
  • Kürbis 
  • Pfirsich 
  • Birne 
  • Süße Speiseäpfel geschält 
 Achtung: Stuhlauswirkung beachten -> Hier klicken

Verzichten auf!

  • Salz
  • Zucker 
  • Rohe/weichgekochte Eier 
  • Nicht pasteurisierter Käse 
  • Glutenhaltige Nahrungsmittel 
  • Nüsse 
  • Honig

 Die Beikostgrundausstattung



  • Sabberlätze
  • Löffel
  • Teller/Schalen z.B. auch Warmhalteschalen
  • Öl
  • Tücher
Wenn man selbst kochen möchte
  • Dampfgarer oder Dampfgareinsatz
  • Eiswürfelbehälter mit Deckel
  • Mixer oder Multifunktionsgerät
  • Zipp-Gefriertüten
  • frisches (Bio-)Gemüse



Das Eiswürfel-Prinzip


Den pürierten Brei in die Eiswürfelbehälter umfüllen und einfrieren. Nach ca. einem Tag entnehmen und die Brei-Eiswürfel in die Zipp-Gefriertüten umfüllen und beschriften. 

Ein Eiswürfel entspricht (bei uns) ca. 25g Brei. Für z.B. einen Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei, bereite ich eine kleine Kartoffel frisch zu und entnehme aus dem Tiefkühlfach 1 Eiswürfel Fleisch und 2 Eiswürfel Gemüse. Dies ergibt zusammen mit ein Schuss Rapsöl dann ca. 100g G-K-F-Brei.

Isst das Kind mehr als 100g so kann man die Menge der Eiswürfel erhöhen, wobei Gemüse den größten Anteil einnimmt, dann Kartoffel und dann Fleisch.


Der Ernährungsplan


Bildquelle: milupa


  • Tageszeit wählen z.B. mittags Halbe Milchmahlzeit geben, dann einen Esslöffen/Eiswürfelportion  (15ml) Brei, danach restliche Milchmahlzeit 
  • Langsam beginnen, Baby braucht Zeit, bis es das Essen und Schlucken beherrscht 
  • Am Anfang ersetzt der Brei (15ml) die Milchmahlzeit nicht 
  • Nach und nach wird der Brei die Milchmahlzeit ersetzen
 
Phase 1
Wann? ab 4. bzw. 6. Monat
Was? Der Mittagsbrei -> Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei
Wie? Beginnend mit 1 Woche nur Gemüse, 
           2. Woche Gemüse & Kartoffel, 
           3. Woche: Gemüse-Kartoffel-Fleisch (GKF)

Phase 2: 

Wann? etwa einen Monat später
Was? Milch-Getreide-Brei als Abendbrei

Phase 3: 

Wann? etwa noch einen Monat später
Was? Getreide-Obst-Brei (GOB) als Nachmittagsbrei

ab den 10. Monat kann das Baby/Kleinkind an die Familienkost langsam herangeführt werden


Baby Led Wearning

Bedeutet, dass Baby selbst essen zu lassen, ohne Brei, ohne kleine, zurechtgeschnittene Stückchen und ohne Löffel.

Die Grundlage der Baby-gesteuerten Beikosteinführung (engl. „baby led weaning“, auch kurz BLW genannt) ist eine Studie die Gill Rapley, eine erfahrene Kinderkrankenschwester und stellvertretender Direktor der Baby Friendly Initative des britischen UNICEF Büros, 2004 durchgeführt hat.

Die Basis hinter der Baby-gesteuerten Beikosteinführung ist die Beobachtung, daß Babys mit sechs Monaten in der Lage sind die Beikosteinführung wortwörtlich selber in die Hände zu nehmen. Dabei wird Stillen als die ideale Vorbereitung gesehen, da gestillte Babys sind in der Lage die Milchaufnahme selbst zu regulieren, es ist also nicht möglich, ein gestilltes Baby zu überfüttern. Außerdem ändert sich der Geschmack der Muttermilch — je nachdem was die Mutter gegessen hat. Diese Umstände bereiten ein Baby dann auch auf die unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen vor.


BLW nutzt dabei die natürliche Neugier des Babys aus, mit der er seine Welt entdeckt, imitiert und experimentiert. Der Fokus von BLW liegt nicht in der Nahrungsaufnahme (das wird weiterhin durch das Stillen oder ggf. durch die Flaschenfütterung erreicht). Die Beikosteinführung wird als Spaß und Entdeckung gesehen – das Zentrale Thema ist Neugier, nicht Hunger.


Bei der traditionellen Art der Beikosteinführung wird Babys am Anfang alles Essen in Breiform gegeben. Nach einigen Wochen werden die Breie zunehmend „stückchenhafter“, damit die Babys kauen lernen – und erst wesentlich später kommt dann feste Nahrung („Finger Food“) dazu.


BLW überspringt die ersten beiden Phasen. Anstelle sämtliche Lebensmittel zu pürieren oder (später) zu zerdrücken, wird das Essen dem Baby in handlichen Portionen angeboten. Das heißt, daß das Baby sich selbst von dem angebotenen Speisen bedient und selbst entscheidet was - und wieviel - es probieren möchte.


Die 16 goldenen BLW-Regeln


1. Lass das Baby bei den Familienmahlzeiten mitmachen. Gegen Ende des sechsten Monats fangen die meisten Babys an, die Familienmitglieder zu beobachten.


2. Das Baby muß aufrecht sitzen wenn es beginnt mit Essen zu experimentieren. Am Anfang kann es auf dem Schoß sitzen. Wen es anfängt das angebotenen Essen in die Hand zu nehmen, ist es wahrscheinlich auch in der Lage, ggf. abgestützt, im Hochstuhl zu sitzen.


3. Biete dem Baby Essen in Pommes-großen Stiften an, so daß es das Essen in die Faust nehmen kann. Es kann oft auch dieselben Sachen essen, die der Rest der Familie ißt. Dies erhöht das Zusammengehörigkeitsgefuehl.


4. Biete eine reiche Auswahl an unterschiedlichen Lebensmitteln an. Es besteht kein Grund die Experimentiermöglichkeiten einzuschränken.


5. Das Baby bestimmt die Dauer der Mahlzeiten. Versuche es nicht zu eilen und “hilf” nicht, indem dem Baby Essen in den Mund gelegt wird.


6. Erwarte nicht, daß das Baby am Anfang tatsächlich etwas isst. Wenn das Baby feststellt, daß das neue “Spielzeug” gut schmeckt wird es kauen und später auch schlucken.


7. Erwarte nicht, daß ein junges Baby alles aufißt. Babys müssen erst noch die Fähigkeit entwickeln, die Stücke, die sie in der Faust haben zu manipulieren.


8. Biete abgelehntes Essen erneut an. Babys ändern öfters ihre Meinung über Geschmäcker und akzeptieren Essen, daß sie früher abgelehnt haben.


9. Lass ein Baby niemals alleine beim Essen.


10. Biete kein gefährliches Essen an (Beispiel: Erdnüsse).


11. Biete kein Essen an, das Salz oder Zucker enthält. Dies gilt besonders für Fertiggerichte und Fast Food


12. Biete dem Baby Wasser aus einem Becher an. Ein gestilltes Baby benötigt zwar kein zusätzliches Wasser (die Muttermilch reicht aus), das Trinken aus dem Becher muß aber auch erlernt werden.


13. Es ist chaotisch und der Putzlappen wird eine Notwendigkeit! Eine Plastikmatte unter dem Hochstuhl schützt den Teppich und hilft beim Aufräumen. Heruntergefallenes Essen kann auch so wieder verwendet werden - das minimiert den Abfall.


14. Still weiterhin nach Bedarf. Die Stillmahlzeiten ändern sich erst, wenn die Mahlzeiten größer werden.


15. Sprich Dich mit Deinem Kinderarzt oder –krankenschwester ab bevor Du mit BLW anfängst – insbesondere wenn das Baby flaschengefüttert wird, oder wenn es in der Familie Fälle von (Lebensmittel-)Allergien gibt.


16. Genieße es! Es macht einfach Spaß zuzusehen, wie ein Baby Essen entdeckt
Quelle: http://breikasper.nielsrump.net/?page_id=8

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