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Samstag, 7. Juni 2014

Testbericht Imse Vimse One Size Diaper Sue

++++++++++++++++++++++ GASTBEITRAG von Sue ++++++++++++++++++++ 

Bewerbungstext
Wir wickeln seit der Geburt von unserem Sohn mit Überzeugung mit Stoffwindeln. Mittlerweile ist er 19 Monate alt und bringt bei 83cm stolze 14,5kg auf die Waage. Das bringt die meisten unserer vorhandenen Windelsysteme echt an ihre Grenzen, weil die oft nicht wirklich auf Speckbeinchen und Kullerbäuche ausgelegt sind. Daher müssen wir nach so langer erfolgreicher Stoffizeit wieder anfangen neue Systeme auszuprobieren. Wir würden sehr gerne die ImseVimse AIO auf ihre Specki- und Vielpinkler-Tauglichkeit hin untersuchen

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Produkttest Imse Vimse One Size Diaper

Nach knapp 2-monatiger Testzeit der Imse Vimse One Size Diaper möchte ich euch an unseren Erfahrungen teilhaben lassen.



Vorab ein paar Worte zur Windel und dem System an sich. Bezeichnet wird diese Windel als All-In-One-Windel, d.h. „Alles-in-Einem“.  So wirklich alles in einem ist bei dieser Windel nicht, da die Einlagen extra eingeknöpft werden. Es gibt allerdings ja auch die unterschiedlichsten Definitionen für die Bezeichnungen von diversen Windelsystemen. Meine persönliche Definition einer All-In-One-Windel ist folgende: Eine Windel, die man ganz einfach so anlegen kann, wie eine Wegwerfwindel, ohne groß auf irgendwas achten zu müssen, hat für mich die Bezeichnung AIO verdient. Ob da vorher irgendwas besonders vorbereitet werden muss, ist für mich in dem Fall irrelevant, Hauptsache nachher beim Anlegen ist „Alles-in-Einem“ und funktioniert im Prinzip so, wie das auch die Wegwerfwindel-Nutzer kennen. Auf den ersten Blick mag das vielleicht auch bei der ImseVimse der Fall sein, allerdings stellt sich schnell heraus, dass die einknöpfbaren Einlagen  nicht unbedingt an Ort und Stelle bleiben, da sie nur vorne eingeknöpft werden. Es ist also schon ein wenig Aufmerksamkeit und Fingerspitzengefühl beim Anlegen erforderlich. Um es etwas deutlicher zu sagen – diese Windel einem Kleinkind im Stehen anzuziehen, kann zur echten Herausforderung werden. Für mich persönlich erfüllt diese Windel damit nicht die Voraussetzungen für eine AIO. 


Aber nun erstmal zurück zum Beginn unserer Testphase. Der erste Eindruck beim Auspacken der Windel ist sehr positiv. Das Material fühlt sich sehr weich an – sowohl die wasserdichte Außenhülle, als auch die einknöpfbaren Einlagen. Die Einlagen bestehen aus Bambusviskose und Baumwolle. Das finde ich sehr vorteilhaft, da ich damit bisher die besten Erfahrungen gemacht habe in Bezug auf das Saugverhalten. Das Motiv (wir haben Woodland genommen) ist wirklich supersüß. 

Bei genauerem Hinsehen fallen mir allerdings zwei Dinge auf, die mich etwas stutzig machen. Das erste ist, dass ausgerechnet an den Innenseiten der Beinbündchen die PUL-Schicht keinen solchen weichen Oberstoff hat, wie am Rest der Überhose. An den Stellen, wo sowieso die Einlagen darüber liegen, hat die Überhose noch so eine Art Oberstoff, die die direkte Laminierungsschicht verdeckt. Das bedeutet, dass das PUL-Material an der Stelle direkt an die Babyhaut kommt. Für uns ist das relativ egal, aber es gibt ja auch durchaus Leute, die das stört, z.B. aufgrund von Hautunverträglichkeiten. 

Das andere, was ich als etwas störend empfinde, ist, dass an den Einlagen die Schildchen zur Pflegeanleitung auf der falschen Seite angebracht sind. D.h. wenn ich die Einlagen flach einknöpfe, liegen die Schildchen an der Babyhaut an. Ich könnte mir vorstellen, dass das unangenehm kratzen kann. 
Aber wir werden sehen.

Auf jeden Fall darf die Windel erstmal ein paar Runden in der Waschmaschine drehen. Die Trockenzeit ist absolut in Ordnung. Die Außenhülle kommt sowieso schon fast trocken wieder aus der Waschmaschine und die Einlagen brauchen auch nicht allzu lange zum Trocknen. Das Material ist auch jetzt nach 2 Monaten immer noch schön weich und echt angenehm. Im Gegensatz zu manch anderen Bambuswindeln wird es nicht so hart mit der Zeit – hoffen wir, dass das auch zukünftig so bleibt.

Als ich die Windel dann das erste Mal  anlege, bin ich erneut positiv überrascht. Rein optisch hatte ich vermutet, dass das eine recht knappe Angelegenheit wird für meinen 15kg-Mopsi. Allerdings gibt es gar keine Probleme. Wo bei anderen Windeln der Klett nur noch knapp zugeht und dann auch schon teilweise auf den Oberschenkeln reibt, geht hier der Klett problemlos zu. Und da der Klett relativ schmal ist auf einer trotzdem sehr großzügigen Klettfläche, hält er bombenfest, ohne aufzutragen.

Da es nun erstmal ums Testen der Windel geht, habe ich nur beiden Einlagen, die zur Windel dazugehören eingeknöpft. Eigentlich war mir schon vorher klar, dass das schief gehen wird, aber dafür wird ja getestet :-) Für unseren Viel- und Schwallpiesler muss ich nämlich in jede Windel min. eine zusätzliche Einlage reinlegen. Auch die ImseVimse bildet hier keine Ausnahme und beim nächsten Mal kommt eine zusätzliche gefaltete Bambuseinlage vorne mit rein. Allerdings verstärkt sich dadurch aber leider ein bisschen das Anlege-Problem. Jetzt ist noch zusätzlich eine lose Einlage, die man irgendwie da halten muss, wo sie hingehört. Dabei hatte ich schon mit den eingeknöpften Einlagen so meine Probleme. Im Stehen anziehen, ist definitiv sehr umständlich. Im Liegen geht es ganz gut. Hier wäre es ganz geschickt gewesen, wäre hinten noch ein Druckknopf spendiert worden, um die Einlagen hinten und vorne zu fixieren.

Mit zusätzlicher Einlage hält die Windel schon etwas besser dicht. Die Windel hat einen schön schlanken Sitz und trägt nicht sehr auf. Durch die zusätzliche Einlage vorne drin wird sie allerdings vorne recht dick, was ich so nicht gewöhnt bin.  Trotz Zusatzeinlage passiert es immer mal wieder, dass die Windel ausläuft. Als ersten Behebungsversuch will ich mal die Größe eins kleiner knöpfen – vielleicht ist ja doch zu locker an den Beinbündchen – bisher hatte ich sie immer auf größter Größe verwendet. Da merke ich aber zum ersten Mal das WIRKLICHE Problem beim Anziehen dieser Windel – die Knöpfe zur Größeneinstellung wollen einfach nicht zubleiben. Ziehe ich die Windel im Stehen an, poppen die Knöpfe wieder auf, wenn ich die Windel festhalten will. Ziehe ich sie im Liegen an und lege mein Kind drauf, habe ich keinerlei Chance den Sitz der Einlagen nachzukorrigieren, ohne dass sofort die Knöpfe der Größeneinstellung wieder aufpoppen! Das mag vielleicht funktionieren, wenn man die Windel akkurat hinlegen kann und dann das Baby drauf und zu – aber ich wage zu bezweifeln dass viele Babys beim Wickeln so ruhig daliegen, dass das problemlos geht. Also, wer zwingend kleiner knöpfen muss, hat meiner Ansicht nach ein echtes „Gefiesel“ beim Anlegen.

Aber damit zurück zum Auslaufproblem – mittlerweile habe ich die Schwachstelle der Windel entdeckt. Und zwar liegt die meiner Meinung nach in den Säumen am Beinbündchen. Diese scheinen aus normalem, saugfähigen Stoff gefertigt zu sein. Liegt nun die Einlage am Saum an (was unter oben genannten Wickelumständen durchaus vorkommen kann), oder kommt das Pipi im großen Schwall und kommt damit kurzzeitig an diesem Saum, saugt der sich schön voll und leitet die Nässe nach außen weiter. Das ist aus meiner Sicht eine echte Schwachstelle. 

Etwas unschön finde ich außerdem noch, dass es verhältnismäßig viele und starke Abdrücke gibt von der Windel. Das liegt zum einen sicher daran, dass ich es nie schaffe, dass die Einlagen ordentlich in der Windel liegen. Zum anderen gibt es auch Abdrücke von den Knöpfen zur Größenverstellung der Windel! Das ist uns so noch bei keiner anderen Windel passiert. Ich vermute mal, dass die Knöpfe hier etwas weiter außen sitzen und sich ihm so in die (zugegebenermaßen etwas speckigeren) Oberschenkel drücken können.


Mein Fazit zu der Windel:
An sich ist die Windel eine gute Idee – tolles Konzept, tolle Passform, super Materialien. Allerdings sind es mehrere Details, die noch nicht ganz ausgereift sind, wie fehlender Knopf hinten, schlecht haltende Größenknöpfe, feuchtigkeitssaugende Säume, die den Spaß an dieser Windel ziemlich trüben. Ich hoffe wirklich, dass es hier vielleicht noch eine Überarbeitung gibt, denn dann könnte die Windel eine wirklich tolle Sache werden.

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