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Samstag, 14. September 2013

Die Vorsorgeuntersuchungen und Impfkalender

Welche Pflichtvorsorgeuntersuchungen oder kurz U-Untersuchungen für ein Kind sind wann fällig und was wird gemacht?


Zur individuellen Berechnung anhand des Geburtsdatum des Kindes empfehle ich folgenden Online-Rechner.


Impfkalender




http://www.impfen-info.de

U-Untersuchungen


U1 (1. Lebenstag)

Diese Untersuchung findet unmittelbar ach der Geburt statt. 
Untersucht werden u.a. ob das Kind die Geburt gut überstanden hat sowie
  • die Hautfarbe 
  • die Atmung
  • die Herztätigkeit 
  • den Muskeltonus 
  • die Reflexe
  • APGAR-Test
  • Erste Vitamin K-Gabe
Unsere Vergleichsdaten:
3.300g, 50 cm, KU 34cm, Apgar 9/10/10, ph-NA 7,15


U2 (3.-10. Lebenstag, meist 3. Lebenstag noch auf der Entbindungsstation)
Die ist eine sogenannte Basisuntersuchung, hierbei werden die Reflexe und das Knochengerüst geprüft, sowie wird für einen Stoffwechseltest Blut aus der Verse entnommen. Zweite Vitamin K- Gabe, Neugeborenen-Hörscreening, Sauerstoffscreening.


Unsere Vergleichsdaten:
3.080g, 50 cm, KU 34cm


U3 (4.-5. Lebenswoche) 
Zunächst wird das Kind wieder allgemein unersucht, gewogen und vermessen, sowie wird geschaut, ob die Fontanellen (Öffnungen der Schädeldecke) noch offen sind. 
Zu dieser Zeit steht auch die Hüftsonographie an. Hier wird mittels Ultraschall geschaut, ob die Hüfte in Ordnung ist. Weiter wird das allgemeine Befinden und des Hörvermögen beurteilt, sowie nach dem Trink- und des Schlafverhalten gefragt.


Unsere Vergleichsdaten:
3.940g, 54 cm, KU 34,5 cm


U4 (3. - 4. Monat)

Eventuelle Entwicklungsstörungen können noch erfolgreich behandel werden, wenn diese zum jetzigen Zeitpunkt erkannt und therapiert werden.
Auf die Beobachtung hin, wie das Kind den Kopf hält, ganz gleich nach welcher Seite, und ob das Baby auf Geräusche reagiert, testet der Arzt die motorische EntwicklungImpfinformation und eventuell Beginn der Routineimpfungen

Eine Kombiimpfung gegen
  • Tetanus
  • Diphtherie
  • Pertussis
  • Pöliomyelitis
  • Hib
  • Hepatitis B
Unsere Vergleichsdaten:
6.140g, 60,2 cm, KU 41cm

Zwischenimpftermin
Eine Kombiimpfung gegen
  • Tetanus
  • Diphtherie
  • Pertussis
  • Pöliomyelitis
  • Hib
  • Hepatitis B
und eine Pneumokoken-Impfung.

U5 (6. - 7. Monat)

Bei der U5 wird getestet ob das Kind 
  • Blickkontakt hält
  • gezielt greifen kann
  • den Oberkörper mühelos aufrichtet 
  • Gleichgewicht einigermaßen halten kann
  • Beweglichkeit und Körperbeherrschung stehen im Mittelpunkt
  • Testen des Hör- und Sehvermögens
  • Besprechen von Ernährungsfragen
Eine Kombiimpfung gegen
  • Tetanus
  • Diphtherie
  • Pertussis
  • Pöliomyelitis
  • Hib
  • Hepatitis B
und eine Pneumokoken-Impfung.


Unsere Vergleichsdaten:
8.500g, 67 cm, KU 44cm

Zwischenimpftermin
Eine Pneumokoken-Impfung.

U6 (10. -12. Monat)

Der Arzt untersucht nicht mehr wirklich, sondern beobachtet das Kind mehr. Er notiert, was das Kind macht – wie es krabbelt und sitzt oder sich an den Möbeln hochzieht, ob es sich aufrichtet und spielt oder sogar schon die ersten Schritte wagt. Man sollte das Kind nicht gerade dann untersuchen lassen, wenn es sich gerade in der Fremdelphase befindet. Für die U6 bekommt man vom Landesgesundheitsamt ein Schreiben zugesandt, welches man zur Untersuchung mit nehmen muss und den Arzt zur weiteren Verwendung aushändigt.


Unsere Vergleichsdaten:
9.980g, 71,5 cm, KU 46 cm

Einige Untersuchungen zwischendurch
u.a. Imfungen

U7 (21. - 24. Monat)

Da sich viele Kinder zu dem Zeitpunkt meist in der Trotzphase befinden, muss man für diese Untersuchung viel Geduld mitbringen. Der Arzt untersucht:

  • ob das Kind geistig, als auch körperlich gut entwickelt ist, 
  • wie weit das Sprechen funktioniert, 
  • ob es aufrecht, eine Treppe hochsteigen kann, wenn es sich dabei am Geländer festhalten kann, 
  • ob es durchschläft und 
  • mit Gabel oder Löffel ißt und
  • ob es die Eltern darauf aufmerksam macht, dass die Windeln voll sind. 
Außerdem wird mit den Eltern besprochen, ob die Zähne regelmäßig geputzt werden, denn auch bei 3-4 Zähnchen ist das wichtig.


U7a (
34. bis 36. Lebenmonat)
Dabei wird der Impfstatus überprüft und eventuell verpasste Schutzimpungen nachgeholt. Außerdem wird ein Sehtest gemacht und die körperliche Gesundheit gecheckt. Besonderes Augenmerk liegt bei dieser Untersuchung auch auf der sprachlichen Entwicklung. Sollte es hier Probleme geben, kann man nämlich schon in diesem Alter mit Therapien beginnen, die dann auch sehr erfolgsversprechend sind.


U8 (3-4 Jahre)

Wieder wird es von Kopf bis Fuß untersucht. Ein Seh- und Hörtest wird vorgenommen und auch das Sprechen wird überprüft. Auch das Verhalten wird gecheckt:
Der Arzt beobachtet, 

  • ob das Kind sich von seiner Mutter trennen kann
  • ob es mit anderen Kindern spielt, 
  • wie lange es sich alleine beschäftigen kann und
  • ob es tagsüber trocken ist. 
Dabei wird auch festgestellt, ob das Kind für den Kindergarten schon reif ist. Auch eine Urinprobe wird gemacht, denn dadurch können Harnwegsinfekte ausgeschlossen werden. 


U9 (
Vorschuluntersuchung) 
Wieder wird die körperliche Gesundheit überprüft und es wird nach Fehlentwicklungen gesucht. Besonders im Vordergrund stehen bei dieser Untersuchung 

  • die Feinmotorik, 
  • die Sprachentwicklung und 
  • die Koordinationsfähigkeit. 
Es wird untersucht, ob das Kind 

  • eine gute Körperhaltung hat, 
  • ob es genügend Muskelkraft hat, 
  • ob es bis 10 zählen kann, 
  • ob es Entfernungen grob einschätzen kann, 
  • ob es ein ungefähres Zeitgefühl hat, 
  • ob es seinen eigenen Namen und seine Adresse weiß und 
  • ob es sich die Namen der Freunde merken kann. 
Um die Entwicklung einschätzen zu können, kommt es vor, dass der Arzt das Kind ein Bild malen lässt, denn die Kreativität sagt viel aus.


U10 oder J1
(12- 14 Jahre)

Diese ist nun die vorläufig letzte Besuchung. Sie findet in der Pubertät des Kindes statt – in seiner schwierigsten Phase. In der Pubertät wollen Kinder kein Kind mehr sein, kommen aber in der Welt der Erwachsenen ebenfalls nicht zurecht. Im Allgemeinen tritt die Pubertät bei Jungs erst etwas später auf, als bei Mädchen. Jungs sollten daher eher im 14. Lebensjahr, also etwas später untersucht werden. Die Jugendlichen kommen nun auch manchmal schon allein zum Arzt Ihres Vertrauens. 
Zuerst wird ein Fragebogen ausgefüllt und danach unterhält sich der Arzt alleine mit Ihrem Kind. Damit geben Sie Ihrem Kind eine kleinen Vertrauensschub, sich bei einem Fachmann Rat zu holen, der nicht zur Familie gehört. In dieser Untersuchung wird auch das Blut untersucht, um den Cholesteringehalt und die Funktion der Schilddrüse festzustellen. 
Die körperliche Untersuchung beinhaltet die Untersuchung der Entwicklungsstadien der Pubertät, wie z. B.

  • ob das Mädchen schon Ihre Tage hat, Weißfluss auftritt, schon Schambehaarung vorhanden ist und die Brust richtig entwickelt ist. 
  • Bei Jungs wird untersucht, ob der Kehlkopf sich bereits vergrößert hat, bzw. schon ein Stimmbruch vorhanden ist, Bartwuchs, sowie Scham- und Achselbehaarung schon vorhanden sind und ob der Junge über "feuchte Träume" mit Samenerguss berichtet. 
Außerdem wird bei beiden Geschlechtern die Wirbelsäule genau untersucht, die Sinnesorgane getestet und die Organe gecheckt. Außerdem untersucht der Arzt das Essverhalten und ob das Kind an Übergewicht bzw. Untergewicht leidet. 

Nach der körperlichen Untersuchung führt der Arzt mit Kind auch noch ein Gespräch über die Probleme des Kindes. Sei es Drogenanhängigkeit, Empfängnisverhütung oder anderes, was einen Jugendlichen heutzutage beschäftigt.



Körperlänge und Kopfumfang werden bei jeder Untersuchung gemessen. Auch die inneren Organe werden abgehört und abgetastet, sowie die Haut des Babys begutachtet und die Reflexe, die motorische Entwicklung und die Geschlechtsteile untersucht.
Der Arzt will auch von Anfang an etwas von der Krankengeschichte der Familie wissen, weil das Baby bei Allergikern oder Brillenträgern ein erhöhtes Risiko hat, diese Schwächen vererbt zu bekommen. Sollte Ihr Baby völlig gesund sein, suchen Sie trotzdem regelmäßig einen Arzt auf, um sich zu vergewissern, dass es dem Baby weiterhin gut geht. Die Eltern sollten sich vor jeder anstehenden Untersuchung vorbereiten und aufschreiben, welche Fragen oder Probleme es gibt.


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